Vor mehr als tausend Jahren segelten nordische Expeditionen von Grönland zur Spitze der Großen Nördlichen Halbinsel von Neufundland und errichteten ein kleines Lager aus Holz- und Lehmhäusern. Ihre Landung in L'Anse aux Meadows ist der erste bekannte Beweis für die Anwesenheit und Besiedlung Nordamerikas durch Europäer. Die Ruinen wurden 1960 von den bekannten norwegischen Archäologen Helge Ingstad und Anne Stine Ingstad entdeckt, die den in mittelalterlichen isländischen Manuskripten aufgezeichneten Wikingersagen folgten. Spätere Ausgrabungen brachten die Überreste von acht Gebäuden und Hunderte von Eisen-, Bronze- und Knochenartefakten ans Licht. Heute führen kostümierte Dolmetscher durch das nachgebaute Basislager und vermitteln den Besuchern einen Eindruck vom Leben der Wikinger.