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Jordanien Museum in Amman: Ihr Besuchsleitfaden

Ali bin Abi Taleb Street، Amman, Giordania ★★★★☆ 0 views
Rania Nadal
Ali bin Abi Taleb Street، Amman
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Zwischen den Vitrinen des Jordanien-Museums in Amman befinden sich die Schriftrollen vom Toten Meer, die ältesten Manuskripte der hebräischen Bibel, die jemals gefunden wurden, entdeckt zwischen 1947 und 1956 in den Höhlen von Qumran. Diese Fragmente aus Pergament und Papyrus aus nächster Nähe zu sehen, die unter kontrollierten klimatischen Bedingungen aufbewahrt werden, ist ein Erlebnis, das nur wenige Museen weltweit bieten können. Das Museum beherbergt Kopien und originale Fragmente dieser Texte aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., was den Besuch zu einem unverzichtbaren Termin für jeden macht, der die religiöse und kulturelle Geschichte des Nahen Ostens verstehen möchte.

Eröffnet im 2014 im modernen Viertel Ras al-Ain, ist das Jordanien-Museum das größte Nationalmuseum des Landes, mit einer Ausstellungsfläche von etwa 10.000 Quadratmetern. Die architektonische Struktur wurde entworfen, um sich in die hügelige Landschaft von Amman einzufügen, unter Verwendung von lokalem Kalkstein, der die warmen Farben der Stadt widerspiegelt. Das Gebäude beherbergt eine Sammlung, die etwa 1,5 Millionen Jahre menschlicher Geschichte im jordanischen Gebiet abdeckt, von den Steinwerkzeugen des Paläolithikums bis zu den Funden aus der mittelalterlichen islamischen Zeit.

Die Sammlungen: von der Vorgeschichte bis zur islamischen Epoche

Der Ausstellungsweg ist chronologisch organisiert und zieht sich durch gut beleuchtete Themenräume. Zu den außergewöhnlichsten Stücken gehören die Statuen von 'Ain Ghazal, menschliche Figuren aus Gips, die auf ca. 7000 v. Chr. datiert werden, und die zu den ältesten lebensgroßen Skulpturen zählen, die jemals gefunden wurden. Diese Statuen, mit ihren in Pech und Kalkstein eingelegten Augen, fixieren den Besucher mit einer Intensität, die Jahrtausende überbrückt. Sie wurden während der Bauarbeiten an einer Straße in Amman in den 1980er Jahren entdeckt.

Die Abschnitte, die den nabatäischen, römischen und byzantinischen Perioden gewidmet sind, bewahren Schmuck, Keramiken und Alltagsgegenstände, die die außergewöhnliche Lage Jordaniens als Kreuzungspunkt zwischen den großen Zivilisationen des Mittelmeers und der Arabischen Halbinsel dokumentieren. Besonders reichhaltig ist die numismatische Sammlung, mit Münzen, die von der hellenistischen Zeit bis zur osmanischen Epoche reichen, und die es ermöglichen, die Machtwechsel in der Region über die Jahrhunderte hinweg visuell nachzuvollziehen.

Die Schriftrollen vom Toten Meer: das Highlight des Museums

Der Raum, der den Schriftrollen vom Toten Meer gewidmet ist, ist wahrscheinlich der Höhepunkt des Besuchs. Das Museum zeigt authentische Fragmente dieser Manuskripte zusammen mit hochauflösenden Reproduktionen, die das Lesen der Texte ermöglichen. Die Originalrollen wurden von der jüdischen Gemeinschaft der Essener verfasst und enthalten biblische Texte, Hymnen und Gemeinschaftsregeln. Jordanien beansprucht das rechtliche Eigentum an vielen dieser Materialien, und das Museum präsentiert klar den historischen und rechtlichen Kontext dieser noch international offenen Frage.

Neben den Rollen zeigt der Abschnitt weitere Materialien aus der Region des Toten Meeres, darunter Keramiken und liturgische Objekte, die helfen, das tägliche Leben der Gemeinschaften, die vor über zweitausend Jahren in dieser Wüstengegend lebten, nachzuvollziehen. Die erläuternden Tafeln sind sowohl in Arabisch als auch in Englisch verfasst, mit detaillierten und wissenschaftlich genauen Informationen.

Die Erfahrung des Besuchs: praktische Tipps

Das Museum befindet sich im Viertel Ras al-Ain, das in weniger als zwanzig Minuten mit dem Taxi von jedem Punkt im Zentrum von Amman erreichbar ist. Der Eintrittspreis für ausländische Besucher liegt bei etwa 3-5 jordanischen Dinar, es ist jedoch ratsam, die aktuellen Tarife direkt auf der offiziellen Website oder am Eingang zu überprüfen, da sie variieren können. Das Museum ist in der Regel an allen Tagen außer dienstags geöffnet, mit wechselnden Öffnungszeiten zwischen Sommer- und Winterzeit.

Für einen vollständigen und ungestressten Besuch ist es ratsam, mindestens zweieinhalb Stunden für die Ausstellung einzuplanen. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist am Morgen, vorzugsweise an Wochentagen, wenn die lokalen Schulgruppen weniger zahlreich sind. Das Museum verfügt über ein internes Café und einen Buchladen mit Fachpublikationen zur jordanischen Archäologie, von denen einige schwer anderswo zu finden sind. Es wird empfohlen, bequeme Schuhe zu tragen, da der Weg lang ist und viel Gehen auf harten Böden erfordert.

Warum es in die jordanische Reiseroute aufnehmen

Das Museum von Jordanien vor der Abreise nach Petra oder Jerash zu besuchen, bedeutet, die archäologischen Stätten mit einem viel reicheren Verständnis dessen, was man beobachtet, zu erreichen. Die ausgestellten nabatäischen Keramiken in Amman werden viel bedeutungsvoller, wenn man am nächsten Tag zwischen den Ruinen von Petra wandelt. Das Museum fungiert als intellektuelle Einführung in das Land, die eine Abfolge von Ruinen in eine kohärente Erzählung verwandeln kann.

Die Qualität der Museografie ist für regionale Standards hoch: die Beschriftungen sind genau, die Beleuchtung hebt die Funde hervor und die Räume sind nicht mit Objekten überfüllt. Reisende in Jordanien mit echtem Interesse an Archäologie und Geschichte werden in diesem Museum einen grundlegenden Bezugspunkt für den Rest ihrer Reise finden.

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