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Hekla: Wanderung zum gefürchtetsten Vulkan Islands

📍 Hekla, Islanda

Hekla, 851, Islanda ★★★★☆ 0 views
Rania Nadal
Hekla
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Seit Jahrhunderten haben europäische mittelalterliche Kartografen neben dem Namen dieses Vulkans ein einziges Wort geschrieben: Hekla, das Tor zur Hölle. Es war keine poetische Fantasie, sondern der echte Ausdruck des Schreckens, den dieser isländische Feuerberg bei denjenigen hervorrief, die ihn aus dem Meer heraus ausbrechen sahen, während er Aschesäulen in hunderten von Kilometern Entfernung schleuderte. Heute, mit den richtigen Stiefeln und an einem klaren Tag, ist es möglich, entlang seiner mit erstarrter Lava bedeckten Hänge zu steigen und von oben auf eine Landschaft zu blicken, die wie aus einem anderen Planeten aussieht.

Hekla befindet sich in der Region Rangárþing ytra, im südlichen Teil Islands, etwa 170 Kilometer von Reykjavík entfernt. Mit ihren 1.491 Metern Höhe ist sie nicht der höchste Gipfel der Insel, aber sicherlich einer der respektiertesten: Seit 874 n. Chr., dem Jahr der nordischen Besiedlung Islands, hat sie mehr als 20 Mal ausgebrochen, mit dokumentierten Eruptionen im Jahr 1104, 1947 und, zuletzt, im Jahr 2000. Diese Häufigkeit macht sie zu einem der aktivsten Vulkane Europas, und die isländischen Behörden überwachen sie ständig mit seismischen Instrumenten.

Eine Landschaft, die Jahrtausende des Feuers erzählt

Die Annäherung an Hekla bedeutet, durch weite Flächen schwarzen Lavas zu gehen, die sich kilometerweit in jede Richtung erstrecken, unterbrochen nur von Büscheln leuchtend grünem Moos, das langsam das vulkanische Gestein kolonisiert. Diese Lavafelder, auf Isländisch hraun genannt, zeigen je nach Eruptionszeit unterschiedliche Texturen: die älteste Lava erscheint abgenutzt und mit Flechten bedeckt, während die von 2000 noch ihre unregelmäßige und scharfe Oberfläche fast unberührt bewahrt. Das Gehen auf diesen Böden erfordert Aufmerksamkeit und robuste Schuhe.

Der Gipfelgrat von Hekla ist tatsächlich ein etwa 5,5 Kilometer langer Ausbruchsspalt, der in nordost-südwestlicher Richtung orientiert ist, ein Merkmal, das ihn von klassischen konischen Vulkanen unterscheidet. An klaren Tagen kann man vom Gipfel aus den Gletscher Mýrdalsjökull im Osten sehen und unter außergewöhnlichen Bedingungen sogar den Vatnajökull, den größten Gletscher Europas nach Fläche. Der Kontrast zwischen dem Schwarz der Lava und dem Weiß des Eises ist eines der kraftvollsten visuellen Spektakel, die Island zu bieten hat.

Wie man auf den Hekla steigt: der Wanderweg

Der häufigste Weg beginnt beim Hekla Schutzhaus, einer Einrichtung, die vom isländischen Alpenverein Ferðafélag Íslands betrieben wird, erreichbar über die Straße F225, eine unbefestigte Piste, die ein Fahrzeug mit Allradantrieb erfordert. Von diesem Punkt aus dauert der Aufstieg zum Gipfel im Durchschnitt 4-6 Stunden für Hin- und Rückweg, abhängig vom Tempo und den Wetterbedingungen. Der Höhenunterschied ist erheblich, aber nicht technisch: spezielle Kletterausrüstung ist nicht erforderlich, aber es ist wichtig, mit Schichten, wasserdichter Kleidung und ausreichenden Wasserreserven ausgestattet zu sein.

Ein Detail, das viele Wanderer nicht erwarten, ist die Schnelligkeit, mit der sich das Wetter in der Höhe ändert: selbst wenn man mit klarem Himmel im Tal startet, können Wolken und Wind in wenigen Minuten auf dem Grat erscheinen. Die beste Zeit, um den Aufstieg zu versuchen, ist zwischen Juli und September, wenn die Chancen höher sind, den Weg schneefrei zu finden. Es wird dringend empfohlen, die lokalen Wettervorhersagen auf der Website des Isländischen Meteorologischen Amtes (vedur.is) und eventuelle seismische Warnungen auf der Website des Meteorologischen und Vulkanologischen Amtes (en.vedur.is) vor der Abreise zu überprüfen.

Die Geschichte und der Mythos: warum Hekla das mittelalterliche Europa erschreckte

Im Jahr 1104 produzierte Hekla einen ihrer verheerendsten Ausbrüche, der die Farm von Þjórsárdalur vollständig zerstörte und einen ganzen landwirtschaftlichen Bezirk unter Asche begrub. Diese Katastrophe blieb im kollektiven Gedächtnis haften und trug zur Entstehung des Mythos bei. Irische Mönche und europäische Chronisten des 12. und 13. Jahrhunderts beschrieben den Vulkan als das Gefängnis der verdammten Seelen, einen Ort, von dem Schreie zu hören waren und an dem sich die Raben versammelten, bevor sie in die Hölle hinabstiegen.

Dieser Ruf hinderte die Isländer nicht daran, weiterhin in seiner Nähe zu leben. Noch heute bewirtschaften die Höfe der umliegenden Region fruchtbare Weiden dank der Mineralien, die von vergangenen Ausbrüchen abgelagert wurden, ein stilles Zeugnis des Paradoxons, das vulkanische Orte kennzeichnet: Die gleiche Kraft, die zerstört, düngt langfristig.

Praktische Tipps für den Besuch von Hekla

Wer aus Reykjavík anreist, kann die Basis des Vulkans über die Route 26 in Richtung Osten erreichen und dann auf die F225 abbiegen. Die Autofahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden. Es gibt keine Eintrittskarten, um den Vulkan zu besteigen, aber das Parken in der Nähe der Unterkunft kann eine geringe Gebühr kosten. Es wird empfohlen, jemanden über die eigene Reiseroute vor der Abfahrt zu informieren, was in Island eine gängige Praxis für Ausflüge in abgelegene Gebiete ist.

Vermeiden Sie es, sich dem Vulkan zu nähern, wenn die isländischen Behörden seismische Warnungen ausgegeben haben: Hekla ist bekannt dafür, sehr wenig Vorwarnung vor einem Ausbruch zu geben, manchmal weniger als 30 Minuten. Dies sollte den Besuch nicht entmutigen, erfordert jedoch Respekt und ständige Information. Es ist immer eine gute Idee, eine physische Karte neben dem GPS mitzubringen, in einem Gebiet, in dem die Mobilfunkabdeckung über lange Strecken fehlen kann.

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